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Jambo Kenia

01 - Gorillas im Nebel
Tag 1 – Mittwoch, 02.01.2013

Nach nicht ganz 8 Stunden Flug landen wir gegen 7:00 Uhr Ortszeit in Nairobi.
Wir freuen uns auf Sonne, vor Hitze flirrende Luft und strahlend blauen Himmel.
Doch was finden wir vor? Ein mit dunklen Wolken verhangender Himmel aus denen auch noch Regen fällt. Die Umgewöhnung von Deutschland fällt also nicht sonderlich schwer.
Immerhin können wir mit 7° mehr dienen. Zumindest in diesen frühen Morgenstunden.

Nachdem alle ihre diversen Gepäckstücke eingesammelt haben treffen wir unseren Safarie-Führer. Insgesamt wollen 14 Leute auf Großwildjagd gehen. Mit der Kamera versteht sich.
In einen Safarie-Jeep passen maximal 7 Leute. Perfekt. 14 : 7 = 2
Und so stehen draußen vor dem Flughafen dann zwei Jeeps für uns parat.
Moment mal?! 7 in jeden? Da stimmt doch irgend etwas nicht wenn wir 7 Paare sind.
Richtig. Ein Päärchen wird die Safarie zwar gemeinsam, aber leider nicht zusammen erleben können. Wer wird das wohl sein? Wieder richtig. Petra und ich wurden auf die beiden Busse verteilt. Was ist auch leichter als die beiden Personen zu nehmen die nicht mit dem selben Familiennamen aufwarten können?!

Allerdings spielen wir da nicht mit und ich glaube wir hätten uns demonstrativ noch auf dem Flughafen auf den Boden gesetzt und wären in einen Sitzstreik getreten.

Also quetschen wir uns erst einmal mit 8 Leuten in EINEN Jeep. Es geht. Ist aber ganz schön eng. Wie eng erleben wir als wir die ersten Fotos machen möchten. Es hat nämlich nicht jeder von uns einen Fensterplatz – so wie im Prospekt versprochen. Na ja. Auch egal. Schließlich war ich schon mal hier und Petra hat sowieso definitiv die bessere Kamera.

Es geht also los. In die morgendliche Rush-Hour von Nairobi. Ich bin immer wieder erstaunt mit wie wenig die Menschen hier zufrieden sind. Wir fahren vorbei an Wellblechbaracken, in denen Händler ihre Waren anbieten. Auf offenen Feuern wird am Straßenrand irgend etwas gebrutzelt. Viehherden rechts und links des „Highway“. Der Wahnsinn. Schlagloch auf Schlagloch im Asphalt und das nennt sich „Highway“. Ich für meinen Teil weiß ja bereits was uns noch an Streckenqualität bevorsteht. Behalte es allerdings für mich. Schließlich will ich den anderen nicht die Vorfreude nehmen *grins*

Nach ungefähr 50 Kilometern erreichen wir den „Graben Afrikas“.



Sehen können wir nicht viel, denn dichter Nebel hüllt das Tal ein.



Nebel? Da war doch was?! Ach ja – die Gorillas.
Die waren hier allerdings um ein Vielfaches kleiner. So a la Meerkatzen, die sich knapp oberhalb der Nebelsuppe auf einem Ast tummeln.



Irgendwie habe ich noch nicht das Gefühl in Afrika zu sein. Vielmehr erinnert mich die Vegetation und die Landschaft mehr an Kanada.

Wir sind auf dem Weg zum Lake Nakuro – auch der „rosa See der Flamingos“ genannt. Dort werden wir zu Mittag essen, uns ein wenig ausruhen und dann am Nachmittag noch einmal auf Pirschfahrt gehen. Ich bin gespannt.

Die Hinfahrt war schon recht vielversprechend.

Hey – was ist das?! Da läuft doch gerade ein Pavian locker flockig an meinem Balkon vorbei. Na ja – solange der sich heute Nacht nicht zu mir ins Bettchen legt … *lach*



Am Nachmittag machen wir uns auf zu einer Pirschfahrt rund um den Lake Nakuru und wir haben Glück. Wir sehen doch tatsächlich das ganz seltene Phänomen „viele Nashörner“ – im ganzen 10 Stück tummeln sich inmitten einer Herde Büffel und Gazellen.



Pelikane zuhauf, aber sehr, sehr wenige Flamingos. Das habe ich etwas anders in Erinnerung – schade.

Trotzdem ist die Ausbeute für diesen ersten Tag nicht schlecht. Zwei der Big Five können wir bereits abhaken. Fehlen uns noch der Löwe, der Gepard und der Elefant. Ob wir hier in der Masai-Mara Glück haben? Wir werden sehen …