03.1 - Hinter den 7 Bergen, zu den 7 Zwergen...
Nachdem wir alle unser Zertifikat erhalten haben, trennen sich unsere Wege wieder. Die Inder fahren zurück und der Rest von uns steigt in einen anderen Jeep. Bevor wir unseren frühmorgendlichen Meeting-Point wieder erreichen bringen wir noch eben schnell das Paar aus Nigeria zu ihrer Lodge. Dort, wo wir am Morgen in den Ballon geklettert sind verabschiedet sich auch der Rest. Die Isländer und Gudrun & Michael fahren zurück zur Mara Sopa Lodge. Petra & ich sollen irgendwo auf Zacharias und den Rest unserer bisherigen Truppe stoßen. Zunächst verstehen wir es so dass Zacharias uns hier an diesem Meeting-Point einsammelt. Nur wann, das kann uns natürlich niemand sagen. Wir beschließen uns irgendwo hinzusetzen, etwas zu trinken und zu warten. Just in dem Moment wo wir unsere Cola Zero bekommen kommt jemand und sagt „Ready“ – na super. War ja auch nicht anders zu erwarten. Noch immer denken wir Zacharias ist angekommen. Wieder falsch gedacht. Man will uns ihm ein Stück entgegenbringen. So ungefähr eine 1/2 Stunde, meint unser Fahrer. Na das geht ja noch.
Wir fahren, fahren, fahren – auf der Autobahn … ach nee, Steppe trifft es wohl eher. Eine 1/2 Stunde, eine ganze Stunde, 1,5 Stunden. Macht ja nix. Ist spannend. Wir haben den ganzen großen Truck für uns alleine und sehen Giraffen, Elefanten, Strauße und jede Menge anderes Viehzeugs. Wo war das nur heute Vormittag? *grübel*
Ab und zu bleiben wir mal stehen und verweilen eine Zeitlang, in der Hoffnung unseren Safari-Bus irgendwo zu entdecken. Entweder hat der sich so klein gemacht dass man den im hohen Gras nicht mehr sehen kann oder der ist an einer ganz anderen Stelle als wir. Wie war das gestern noch? 1.762 km² - und wie groß ist wohl so ein Safari-Bus? Oki – wir suchen weiter.
Erst einmal finden wir aber ein Löwenrudel. 4 Löwenweibchen spielen Kriegen im Gras – zu schön. Jede Menge gutes Fotomaterial. Ein Stückerl weiter liegt ein junges Löwenmännchen im Gras. Zack ! Erlegt ! Mit der Kamera, versteht sich ;-)
Wir fahren weiter. Eine 1/2 Stunde, eine Stunde. Weit und breit nichts von unserem Safari-Bus zu sehen. Bei jedem weißen Auto fragt unser Fahrer „It’s your’s?“ (Sind sie das?) – NEIN ! Natürlich NICHT !
Dafür entdecken wir auf einem Baum einen ganz jungen Leoparden. Unglaublich. Schon der zweite in zwei Tagen. Der ist allerdings so klein und auch etwas weit weg dass wir ihn nur mit dem Fernglas gut sehen können. Aber egal. Die Mutter ist irgendwo Futter suchen, also auf der Jagd. Ganz so weit wird sie zwar nicht weg sein weil sie ihr Junges wohl nicht ganz so alleine auf dem Baum hocken lässt, aber bei den vielen Touris (ich glaube es stehen ungefähr 10 Safari-Busse vor dem Baum herum) wird sie sich sicherlich auch nicht blicken lassen.
Also fahren wir weiter – auf der Suche nach unserem Safari-Bus. Bevor wir den allerdings finden ist es viel leichter einen jagenden Geparden zu finden,
der ein Rudel Thompson-Gazellen auf’s Korn genommen hat. Leider können wir nur einen schnellen Schnappschuss erhaschen, da er sich ganz kurze Zeit später platt ins Gras drückt um sein vermeintliches Abendessen nicht zu verscheuchen.
Jetzt stellt unser Fahrer auch noch fest dass sein Akku leer ist. Besser geht’s eigentlich schon fast nicht mehr. Wie gut dass ich mein Mobiltelefon dabei habe und mir gestern Abend an der Rezeption noch einen Adapterstecker zum Aufladen geliehen hatte. Unser Fahrer ruft sein Büro an, bekommt von dort die Telefonnummer von Zacharias. Der sagt ihm er wartet hinter dem Berg auf uns. Doch hinter welchem? Hinter den 7 Bergen wohnen die 7 Zwerge oder wie war das noch gleich? Wir suchen weiter. Hinter dem nächsten Berg nix, hinter dem übernächsten Berg nix. Wahrscheinlich haben wir jetzt die gesamte Masai-Mara durchfahren als wir unsere Truppe dann doch noch finden. Direkt am Mara-Fluss. Moment mal? Am Mara-Fluss? Haben wir nicht ganz in der Nähe heute gefrühstückt? Also das hätten wir dann vermutlich sehr viel einfacher haben können. Was soll’s? Hatten wir wenigstens unsere Privat-Safari, alles gehen was es hier interessantes zu sehen gibt.
Sogar noch den Mara-Fluss, in dem sich jede Menge Flusspferde und Krokodile tummeln.
Leider auch wieder nicht so viele wie sonst weil der Fluss sehr viel Wasser führt.
Wir sind schon quasi auf dem Heimweg, da treffen wir ein anderes Safari-Auto. Der Fahrer erzählt Zacharias wohl irgend etwas von Löwen. Löwen? Hatten wir doch heute schon. Egal. Wieder zurück und Löwen suchen. Ihre Spuren hatten wir schon gesehen.
Dort wo wir Picknick gemacht und zu Mittag gegessen haben. Und die finden wir dann auch.
Mufasa
& Scar
– schlafender Weise. So nah dass wir sie fast hätten streicheln können, die großen bösen Mietzekatzen.
Krönender Abschluss eines königlichen Tages !